Biographie

Marie Mandalka, Magdeburg an der Elbe, 2022 Foto: M. Tenningkeit

Marie Mandalka, geboren 1985, aufgewachsen in Düsseldorf und München, lebt und arbeitet heute in Braunschweig. Sie ist eine zeitgenössische bildende Künstlerin, die vor allem in den Bereichen Installation und Malerei tätig ist. 2019 hat sie an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle (Saale) in der Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Raum und Objekt, im Fachbereich Plastik ihr Diplom abgeschlossen. Neben verschiedenen Ausstellungsmöglichkeiten, erhielt sie 2022 das Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Von 2023 bis 2025 war sie Atelierstipendiatin der „die HO-Galerie“ in Magdeburg und ist außerdem kunstpädagogisch tätig.

Marie Mandalka untersucht in ihren Arbeiten das Spannungsfeld zwischen Natur und anthropogenen Systemen. Ihre oft interaktiven Installationen thematisieren ökologische Zusammenhänge, Konsumkultur und verhandeln politische Räume. Die Verwendung von Alltagsmaterialien ist ein zentrales Element ihres Schaffens, so wie bei den sogenannte „Müllreliefs“. Hierbei verarbeitet sie recycelten und zerschnittenen Verpackungsmüll. Technisch schichtet die Künstlerin Müll unter Latex, wodurch faszinierende organische Strukturen entstehen, die haptisch wie Haut anmuten. Ihre Arbeiten thematisieren immer wieder die Einheit und Diskrepanz von Mensch, Natur und System, die stetig im Wandel sind. Dabei erschafft Mandalka künstliche Räume, die als Spielfeld zwischen Objekt und Betrachter fungieren. Die verwendeten Material-Synthesen zeigen Verflechtungen, die als Beziehungen zwischen dem Natürlichen und dem Anthropogenen lesbar sind und Bezüge von Gegenseitigkeit und Verflechtung vermitteln.
In ihren malerischen Arbeiten nutzt die Künstlerin das Kratzen und Schichten, um die Materialität des Bildträgers hervorzuheben und eine haptische Tiefe zu erzeugen. Mit einer Kombination aus Grafit und Acrylfarbe, aufgetragen in pastoser Spachteltechnik, entsteht eine Oberfläche, die sowohl rau als auch sensibel wirkt. So entstehen Spuren, die an Erosionsprozesse in der Natur erinnern und gleichzeitig an die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers denken lassen. So wird das Bild zu einem Ort der Begegnung: zwischen Mensch und Pflanze, zwischen Innen und Außen, zwischen Abstraktion und Figuration, Welt und Zwischenwelt.



Ausstellungen / Stipendien


///03/2025
„Schwarz auf Weiß“, Benefizauktion für das Frauenschutzhaus Magdeburg
///04/2025
„Trash’KEILIM“, 2024, Mixed Media, Plastikmüll und Latex , Kuratorin: Jenny Rempel, BBKarium, Halle (Saale)
///10/2023
„Item“, Environment, Gruppenausstellung BBK Sachsen-Anhalt,
Kirche St. Martini, Halberstadt
///08/2023
„Arrows“, Lichterglanz Outdoor-Installation, Europarosarium, Sangerhausen
///11/2023
9. Internationalen Künstleraustausch mit Künstler*innen aus Le Havre und Magdeburg, der dieHO e.V. im „einLaden“, Magdeburg
///04/2023 – 04/2025
Atelierstipendium, dieHO Galerie, Magdeburg
///09/2022
„Zustrom“ Gruppenausstellung, ES365 Düsseldorf und BLECH – Raum für Kunst, Halle Saale
/// 06/2022
Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen Anhalt, „ReCy – Patchwork“, Halle (Saale ) (n.t.)
///05 – 06/ 2022
Kuration, „MICRO MAKRO – Life Sciences in Jena“, Profillinie LIFE, Dr. Franziska Eberl, in cooperation with „künstlerische Tatsachen“, Goethe Galerie, Jena
///10 – 12/ 2021
Spielleiterin, „THE VALUE OF CARE“ Aiwen and Elli Kurus, Liquid Dependencies: what does a decentralized caring society look like?
GfZK (Galerie für zeitgenössische Kunst), Leipzig
///10/2021
Seit 2021 Mitglied im Bund Bildender Künstler*innen, Sachsen-Anhalt
///09 – 10/ 2021
„Candy Island 02″, Installation, ART FESTIVAL DÜSSELDORF – Das K*WERK bespielt zehn Tage lang Orte und Bühnen im Herzen Düsseldorfs, FLINTA* only.
///05 – 08/ 2021
Stipendium „Kultur ans Netz“, des Landes Sachsen Anhalt.
„Formfem – Reproduktion Insights“ in Zusammenarbeit mit dem Feminismen e.V. Halle (Saale), www.formfem.de
///08/2020
„Eine feministische Märchenadaption“, Installation, Ausstellung „formfem“ im „BLECH, Raum für Kunst“, Halle (Saale)
///2019/2020
Mitbegründerin, „formfem“, Queer – Feminist Artist Collab in Kooperation mit dem Feminismen e.V.,
Kuration der Ausstellung, „formfem“, Künstler*innenarcive unter www.formfem.de, „BLECH“, Raum für Kunst, Halle (Saale),
///06/2019
Nominierung, „Leseinsel“ – Ideenwettbewerb, Kunst im Stadtbild, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Wolfsburg
///07/2019
„Eine Traumsequenz“ – vierteilige Installation, Parcours der Diplome, Mitteldeutsches Medienzentrum, Halle (Saale)
///06/2018
„Rinzom – a noncentralized system“, Installation, Bildhauersymposium Camphill, Frickingen, Bodensee
///11/2017
„Bitte stehen lassen – eine Versuchung“, Publikationsbeitrag, Installation, Katalog der Klasse – Bildhauerei Metall, Volkspark, Halle (Saale)
///07/2017
„Ein Spiel. Kein Spiel.“ Installation, Galerie Hermeling, Leipzig
///05/2017
„Wachs und Federn“, Installation, Gruppenausstellung „Fresh im Felde“, Halle (Saale)
///06/2015
„Kaleidoskop“, Geometrisches-Spiel, Experiment Landschaft, Installation auf dem Kunstpfad, Herrenwies, Schwarzwald
///07/2014
„Incursion Light Dreams“ – Videoarbeit, Kurzfilmscreening, Zeitbasierten Künste bei Prof. Michaela Schwaiger, KHS Burg Giebichenstein, Halle (Saale)